Wenn sich ein Sneakerhead erstmal in seinem Element befindet und mit Fachwörtern um sich wirft, so löst das schnell verdutzte Blicke bei anderen Leuten aus. Wie so ziemlich jede Subkultur hat auch die Sneakerszene ihr eigenes Vokabular.

Das Dictionary existiert schon seit wir mit dem Projekt snkrgks im Jahre 2013 begonnen haben. Seither wurde es stets erweitert.

Ziel des Nachschlagewerks ist es, den Neulingen einige Sachverhalte in einfacher Sprache näher zu bringen. Jetzt auch mit praktischer Suchfunktion.

Begriff/AbkürzungBeschreibung
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3MBei Lichteinfall stark reflektierendes Material auf Sneakern. Wird häufig dezent eingesetzt.
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AbzorbSohlen-Technologie von New Balance
adidasDeutscher Sportartikel-Hersteller aus Herzogenaurach. Bekannte Schuhe sind: Stan Smith, Superstar, Ultra Boost und viele mehr.
Air BubbleCharakteristisches Stilelement der Air-Technologie von Nike. Das Luftkissen ist in die Midsole unter der Ferse eingebaut. Zu finden u.a. in der gesamten Air Max-Reihe und Jordan.
Air JordanModellreihe, ursprünglich unter dem Namen Nike vertrieben. Seit Jahren ist Jordan jedoch eine eigene Brand, gehört aber natürlich heute noch zu Nike. Es handelt sich dabei um die die Produktlinie der Basketball-Legende Michael Jordan, welcher als Markenikone von Nike Umsätze in Höhe von etlichen Milliarden US-Dollar generierte. Das Konsumverhalten wurde hochgeschraubt und animierte Menschen auf der ganzen Welt dazu, die Modelle zu sammeln und dafür zu campen. Das Phänomen existiert bis heute. Nike übermittelte dem Kunden durch markante Werbeaktionen, dass man in den Jordan-Schuhen ähnliche spielerische Höchstleistungen verrichten konnte und einem quasi "Wings" verliehen werden. Wir verweisen dabei gerne auf das Lied "Wing$" von Macklemore und Ryan Lewis mitsamt Musikvideo.
Air MaxBesonders erfolgreiche Sneaker-Modellreihe von Nike. Sie wurde 1987 von Tinker Hatfield mit dem Air Max 1 (oder auch Air Max 87 genannt) ins Leben gerufen. Als Running-Konzept initiiert, gehören die Schuhe aus der Reihe bereits seit vielen Jahren zu den beliebtesten Freizeitmodellen. Über die Jahre hinweg wurden zahlreiche, weitere Modelle entwickelt (AM 90, 93, 98, 180 ...). Charakteristisch für die Air Max-Modelle sind die Air Bubbles, welche meist in unterschiedlichen Größen in die Sohle integriert sind.
Air-TechnologieSohlen-Technologie des Sportartikelherstellers Nike, welche in zahlreichen Modellreihen (z.B. Air Max, Air Huarache, Air Presto ...) zum Einsatz kommt. Kernstück ist dabei ein in die Sohle integriertes Luftkissen, welches zur Dämpfung dient. Zum Vorschein kommt es insbesondere beim Air Max durch die Air Bubble, bei den meisten Modellen ist es jedoch unsichtbar in die Sohle eingebaut.
AsicsSportartikel-Hersteller mit Ursprung in Kobe, Japan. Bekannte Schuhe sind: Gel Lyte III, Gel Lyte V.
B
B
BeaterEin Schuh für den Alltag, bei dem keine große Rücksicht bezüglich der Abnutzung genommen wird. Man zieht die Schuhe bei Wind und Wetter, in den Club oder sonst wann an. Logischerweise handelt es sich dabei dann nicht um ein hochwertiges/seltenes Paar. Gibt aber natürlich auch Ausnahmen. Wir bezeichnen den Beater auch gerne als "Daily Bitch". Das Gegenteil davon ist wohl der Holy Grail.
BNIBKürzel für „Brand New in Box“. Wird meist auf Sneaker-Marketplaces verwendet, wenn ein Modell zum Verkauf steht und beschreibt zusammenfassend den Zustand des Schuhs. Dieser definiert sich aus nagelneu und ungetragen und er wird im Originalkarton ausgehändigt.
BoostSohlentechnologie von adidas, welche ursprünglich aus dem Running-Bereich kommt, jedoch seit einiger Zeit in Freizeitmodellen sehr beliebt ist. Die Sohle ist aus TPU-Kügelchen gepresst und ermöglichen somit eine hohe Dämpfung. Zudem wird sie als sehr bequem empfunden. Bekannte Freizeitmodelle, in denen sie verbaut ist, sind z.B. Yeezy Boost und Ultra Boost.
BotDer Feind aller Sneakerfans, die ihre Schuhe online erwerben wollen. Ein Bot kauft die Schuhe von den Homepages der Hersteller durch einen Roboter (also einen Rechner), der automatisch durch den Bestellvorgang wandert und somit deutlich schneller als die manuelle Seitenbedienung vorgehen kann. Deshalb werden vermehrt Funktionalitäten wie Captchas eingesetzt, um die Echtheit eines Nutzers zu verifizieren.
BoxEnglischer Begriff für Schuhkarton. Man spricht beim Originalkarton auch von der OG Box, welche einen erheblichen Einfluss auf den Wert eines Schuhs hat.
Brand with the Three StripesBezeichnung von adidas.
BredBeschreibt den Colorway Black/Red und kommt meistens bei Nike vor. Bekannte Modelle sind der Air Jordan 1 "Bred".
BumpOft unter Facebook-Posts auf Marketplaces zu finden, meistens mit einem einfachen "B". Durch den Kommentar soll ein Verkaufsangebot wieder zu den aktuellen Posts nach oben rutschen. Teilweise wird auch von Dritten ein Bump abgeschickt, beispielsweise wenn es sich um einen legit Dealer handelt oder der Preis besonders günstig ist.
BWKürzel für "Big Window". Tritt im Modellnamen auf und deutet auf eine große Air Bubble bei einem Nike Air-Schuh hin. Beispiel: Air Classic BW.
C
C
CampoutDer Begriff Campout beschreibt das Camping vor dem Sneakerladen des Vertrauens, bevor ein spezielles Paar Schuhe released wird. Grund dafür ist, dass die Stückzahl meist sehr limitiert ist. Hier gilt folglich das „First come – First serve“-Prinzip. Meist handelt es sich dabei um so genannte Collabos. Ein Campout kann durchaus mehrere Tage dauern. Hört sich anstregend und auch ein wenig nervig an. Ist es auch. Animiert also die richtigen Leute dazu, mitzugehen und organisiert reichlich Kaltgetränke.
CleanerAllgemeiner Begriff für Reinigungsmittel für eure Turnschuhe. Sneakerfans greifen vermehrt zu qualitativ hochwertigen, aber auch teuren Produkten in dieser Sparte. Grund hierfür ist, dass diese Mittel speziell für hochwertige Turnschuhe konzipiert sind und meist auch keine aggressiven Chemikalien integriert sind. Dadurch werden die Prachtstücke schonend gepflegt.
CollaboAbkürzung für das englische Wort „Collaboration“ (deutsch: Zusammenarbeit). Beschreibt ein Produkt, z.B. einen Sneaker, welcher von einem bekannten Designer oder Sneaker-Store in Zusammenarbeit mit einem Hersteller designed wurde. Es handelt sich dabei meist um streng limitierte Releases, welche nur bei ausgewählten Händlern erhältlich sind. Bekannte Collabos wurden in den vergangenen Monaten/Jahren vor allem von den Stores Footpatrol, Bait, Atmos und Patta, sowie vom Designer Ronnie Fieg aus NYC designed.
Collabos werden meist folgendermaßen notiert:

Hersteller-Name x Designer-/Store-Name – Produktname „Modellname“

Beispiele:
Asics x Ronnie Fieg – Gel Lyte V „Cove“
Saucony x Footpatrol – Shadow 6000 „Only in Soho“
Colorway/ColourwayKurz „CW“. Englischer Begriff für Farbkombination. Man versteht darunter also die Farbgebung eines Sneakers in ihrer Gesamtheit.
ConditionZustand eines Sneakers, der z.B. auf einer Online-Plattform zum Verkauf angeboten wird. Kann entweder eine verbale oder numerische Angabe sein. Bei Plattformen wie klekt.in beschreibt eine Zahl zwischen 0 und 100 den Zustand eines Produkts. 0 ist dabei der schlechteste, 100 der beste Wert. 100 entspricht dabei neu und ungetragen, sowie mit Originalverpackung und Zubehör.
Cop or Drop?Bedeutet so viel wie „Zuschlagen oder weg damit?“. Die Frage wird häufig online verwendet indem man ein Bild von einem Paar Sneaker postet und in die Runde fragt ob man beim Release zuschlagen oder es lieber lassen soll.
CustomIndividuell vom Kunden gestalteter Sneaker. Hier passt das Sprichwort „the possibilities are endless“: es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Schuh selbst zu designen. Teilweise bieten Sneaker-Hersteller auf ihrer Webplattform oder in den eigenen Stores die Möglichkeit, ein Paar Sneaker von Grund auf selbst zu gestalten. Der Kunde kann ein bestimmtes Modell wählen und ihm einen beliebigen Colorway verpassen. Zudem kann er je nach Modell auch die Materialien individuell ändern, sowie einen persönlichen Schriftzug hinzufügen. Das bezeichnendste Beispiel ist wohl das NikeID-Programm. Dieses wird sowohl online als auch in den Nike Towns angeboten (z.B. in Berlin). Eine weitere Möglichkeit ist das manuelle Abändern von einzelnen Bestandteilen. Hierfür werden spezielle Farben verwendet, welche sich für das Färben eines Turnschuhs eignen. Last but not least existiert noch eine besonders anspruchsvolle Variante: unterschiedliche Colorways eines bestimmten Modells auseinander bauen und nach Wunsch wieder „zusammenflicken“.
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D
DeadstockWird häufig mit „DS“ abgekürzt. Ein Begriff, der ein wenig zu differenzieren ist. Er wird vorrangig auf Plattformen verwendet, auf denen Schuhe zum Verkauf oder Trade angeboten werden. Die eigentliche Bedeutung ist, dass die Schuhe nicht mehr im freien Verkauf erhältlich sind (Stores etc.). Heutzutage wird DS vermehrt im Zusammenhang mit dem Zustand des Schuhs verwendet. In diesem Fall bedeutet es so viel wie „neuer Schuh“.

Weitere Kürzel sind:

NDS (Near Deadstock = Anzeichen, dass er ggf. schonmal getragen wurde. Abrieb sollte jedoch nicht zu erkennen sein)
VNDS (Very Near Deadstock = leichte Anzeichen, dass er ggf. schonmal getragen wurde. Abrieb darf auf keinen Fall zu erkennen sein)
DiadoraSportartikel-Hersteller aus Italien. In letzter Zeit vor allem über Collabos mit Patta und weiteren Stores in Erscheinung getreten.
Disc"Schnürsystem" von Puma. Disc-Schuhe haben eine drehbare Diskette wo sonst die Laces zu finden sind. Durch das drehen werden Drähte festgezogen, welche den Schuh enger ziehen und den Halt verbessern.
Double-BoxedWird meist auf Verkaufsplattformen verwendet. Bedeutet, dass der Originalkarton eines Schuhs in weitere Box oder zumindest in anderes Verpackungsmaterial gepackt wird, um die OG Box zu schonen.
DynacoilVon KangaROOS und der NASA entwickeltes Sohlensystem.
E
E
EncapSohlen-Technologie von New Balance mit Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA)-Kern, umrahmt von einer Polyurethanschale. Fokus auf Dämpfung und Stabilität.
Engineered Mesh (EM)Besonders luftdurchlässige Mesh-Technologie von Nike, welche sich meist über den ganzen Upper zieht. Wird daher meist in Modellen der Sommerkollektion verbaut.
F
F
Flight ClubSneakerläden in Los Angeles und New York City. Der deutliche Unterschied zum normalen Retailer liegt einfach darin, dass Flight Club hauptsächlich seltene/limitierte Schuhe verkauft, die auf dem regulären Markt nicht mehr erhältlich sind. Das Verkauftskonzept basiert in der Regel darauf, dass Privatpersonen ihre Schuhe an Flight Club schicken und diese dann bei entsprechender Eignung in den Läden und im Online-Store zum Verkauf angeboten werden.
Full Size Runsiehe Size Run
G
Gel-TechnologieIn den 80-er-Jahren entwickeltes Sohlensystem von Asics. Bis heute in weiterentwickelter Form in Laufschuhen von Asics zu finden.
General ReleaseEin Release, der folgenden Kriterien entspricht:
- Teil einer Kollektion, die vom Hersteller selbst designed und herausgegeben wird
- verbreitet in zahlreichen Sneaker- und Streetwearläden
- keine streng limitierte Stückzahl
GSKürzel für Girls/Kinderschuhe. Hier ist das Sizing manchmal ein wenig anders, weshalb man sich die Größentabellen des Herstellers anschauen sollte.
H
H
Hatfield, TinkerDesigner von Nike und Schöpfer verschiedener Ikonen aus dem Programm von Nike, zum Beispiel des Air Max 1, um nur einen zu nennen.
HeatFachbegriff für Schuhe, die nicht bei jedem im Schuhregal stehen und die überdurchschnittlich gefragt sind. In der Regel mit einem höheren Wert verknüpft.
HeelcapDas Element an einem Sneaker, welches an der Ferse angebracht ist. Trägt in der Regel einen wesentlichen Teil zur Stabilität und Fit des Schuhs bei. Oft aus härteren Materialien gefertigt, u.a. da die Heelcap nicht zu beweglichen Teilen gehört.
HexaliteCharakteristische Dämpfung von Reebok. Zu sehen zum Beispiel im Instapump Fury.
Holy GrailWörtlich Übersetzt "Heiliger Gral". Der Schuh, nach dem man persönlich am meisten sucht bzw. den man am meisten gesucht hat. Sprich, der persönliche Favorit unter allen Sneakern.
HookupEin paar Schuhe für eine andere Person abholen oder im Store kaufen. Wird nach Möglichkeit unentgeltlich oder gegen Süßigkeiten gemacht, manche verlangen aber auch leider Geld dafür.
HuaracheLaufschuh von Nike. In den frühen 90er-Jahren einer der fortschrittlichsten und leichtesten Laufschuhe. Vor ein paar Jahren noch vergleichsweise unbeliebt, gehört heute zu den erfolgreichsten Modellen von Nike.
HypeÜbersetzt so viel wie Wirbel. Im Grunde der Wirbel, der um bestimmte Schuhe gemacht wird. Wenn ein großer Hype entsteht, dann wird der Schuh sehr gefragt werden. Kann aber auch beliebig im Bereich der Mode verwendet werden, z.B. Supreme.
HypebeastPerson, die vor allem Schuhe/Klamotten/etc. Mit großem Hype-Faktor sucht und kauft.
HyperstrikeEin Release, der folgenden Kriterien entspricht:
- streng limitierte Stückzahl (25 bis max. 50 Paar)
- ausgewählte Stores
- keine Ankündigung bis es zum Release kommt

Der Unterschied zwischen Quick- und Hyperstrike liegt folglich darin, dass der Hyperstrike zuvor nicht groß angekündigt wird. Die Verwendung des Begriffs findet man meist bei Nike.
I
I
IDAngebote von adidas (miAdidas) und Nike (NikeID), um bestimmte Schuhmodellen nach Wunsch zu gestalten. Der Kunde kann dabei ein beliebtes Modell aus den Produktpaletten wählen und dieses mit Farben, Materialien und Schriftzügen nach Wunsch zusammenzustellen. In den Niketowns gibt es in der Regel Konfigurationsstationen, an denen eine Bestellung aufgegeben werden kann. Beide Programme können aber auch von Zuhause aus über die Online-Stores der Hersteller bedient werden.
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J
Jordansiehe Air Jordan
K
K
K'LEKT / KLEKTVerkaufsportal für den Sneaker-Zweitmarkt. Hier können Schuhe von privaten und kommerziellen Käufern erworben werden, welche in Sneakerläden vergriffen sind (und natürlich auch welche, die noch im Laden stehen).
KangaROOSSportschuh-Marke aus England, welche ihre Rechte an einen deutschen Hersteller aus Pirmasens abgetreten hat. Hier werden eigene Modelle und Produktlinien entworfen und auf den Markt gebracht.
L
L
LacelockElement, welches in der ersten Lace-Reihe eingefädelt wird. Teilweise soll der Lock das Verrutschen der Laces verhindern, meist dient er jedoch als Stilmittel auf dem das Herstellerlogo oder die verwendete Sneaker-Technologie aufgedruckt ist.
LacesEnglischer Begriff für „Schnürsenkel“. Häufig wird auch das Verb „to lace“ für das Einfädeln/Schnüren von Schnürsenkeln verwendet. Hier gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen wie z.B. Round Laces, Flat Laces, Rope Laces, Fat Laces.
LacetipVorderste Spitze der Laces. Normalerweise durch eine harte Kunststoffschicht umgeben, damit die Laces nicht ausfransen.
LacingForm, wie die Laces durch die Ösen des Schuhs gezogen werden. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, allerdings gibt es klassische "Schnür-Methoden".
LaunchMarkteinführung/Verkaufsstart der Schuhe.
Legit / Legit-CheckBezeichnung, wenn ein Schuh original ist, also keine Fälschung. Gegenteil von Fake. Beim Legit-Check wird gefragt, ob es sich um einen originalen Schuh handelt und nicht um einen billigen Abklatsch. Dies wird meist auf einer Sneaker-Community getan, z.B. einer Facebook-Gruppe.
Limited / LTDIn begrenzter Stückzahl erhältlicher Schuh.
LPUAbkürzung für „Latest Pickup“. Frei übersetzt bedeutet es so viel wie „jüngster Fang/Kauf“ und beschreibt demnach z.B. das neueste Paar Sneaker, welches man sich beschafft hat. Die Abkürzung wird vor allem in sozialen Netzwerken in Form von Hashtags verwendet.
M
M
Made in England/USAIst eine gängige Bezeichnung bei Modellen des US-amerikanischen Herstellers New Balance (kurz NB). Es handelt sich dabei um exklusivere, hochpreisige Modellreihen, die in England oder in den USA hergestellt werden. Beispiele für diese gesonderten Modelle sind der 1500er (Made in England) oder der 998 (Made in USA). Die Qualität ist entsprechend hoch, da sie handgefertigt sind und strengeren Qualitätskontrollen obliegen. Weitere, preisgünstigere Modelle werden in China etc. hergestellt. Die Schuhe sowie die Box sind in der Regel deutlich gekennzeichnet mit dem Made in England/USA-Schriftzug und/oder einer Flagge.
MarketplaceMarktplatz für Sneaker, auf dem verkauft/gekauft und getradet wird. Kann eBay, eBay Kleinanzeigen, Facebook-Gruppe, K'LEKT oder sonstwas sein.
MeshDas Mesh (engl. für Gewebe) ist ein Textilgewebe, welches insbesondere bei Sneakern verwendet wird. Dieses Material fördert die Luftdurchlässigkeit von einem Kleidungsstück wesentlich. Häufig ist das Material an der Toebox angebracht, da der Luftstrom hier besonders groß ist und die Füße somit bei hohen Temperaturen mit frischer Luft versorgt werden. Bei einigen Modellen ist das Mesh etwas großzügiger aufgetragen. Hervorzuheben sind die Nike Air Max Modelle mit dem so genannten „Engineered Mesh„. Das Material gilt im allgemeinen als besonders empfindlich und muss folglich gut imprägniert und gepflegt werden.
MiAdidasSiehe ID.
MidsoleTeil der Sohle zwischen Upper und Outsole. Beinhaltet meist den Großteil der „Technik“ in der Sohle. Weist häufig auch charakteristische Stilelemente auf. Beispiele für die Kombination von Technik und Design ist Nikes „Air Bubble“.
MudguardBereich des Schuhs vorne an den Zehen. Hängt direkt mit der Sohle zusammen. Meistens aus einem festeren Material gefertigt, um Schmutz und Feuchtigkeit vom Fuß fern zu halten. Deutlich zu sehen vor allem bei klassischen Laufschuhmodellen wie dem Air Max, wo der Mudguard meist aus Leder und der Bereich auf dem Spann (Toebox) aus Mesh besteht.
N
N
New Balance
NikeDer weltgrößte Sportartikelhersteller mit sitz in den USA.
NikeIDSiehe ID.
O
O
OutsoleUnterer Teil der Sohle, der den Boden berührt.
P
P
PalaceMarke für Skater-Kleidung. Haben u.a. schon mit Adidas und Nike zusammengearbeitet.
PinrollForm, wie die Hose über dem Sneaker gekrempelt werden kann. Durch die Pinroll liegt die Hose nicht mehr auf dem Schuh auf, sondern bleibt durch die engere Faltung über dem Knöchel liegen. Dazu wird die Hose vor dem Krempeln so eingeschlagen, dass sie ganz eng anliegt und dann nach oben gekrempelt.
PONYSportartikel-Hersteller aus den USA
PumaDeutscher Sportartikel-Hersteller aus Herzogenaurach. Traditionell die Konkurrenz zu Adidas, allerdings deutlich kleiner. Bekannt durch die Trinomic-Sohlentechnologie und das Disc-System
Pump"Schnür"-System von Reebok, welches den Schuh so lange aufpumpt, bis er eng sitzt.
Q
Q
QuickstrikeEin Release, der folgenden Kriterien entspricht:
- limitierte Stückzahl (nicht genau zu benennen)
- nur in ausgewählten Stores

Analog zum Hyperstrike findet der Begriff in der Regel bei Nike-Releases Verwendung.
R
R
Re-ReleaseErneuter Produkt-Launch eines zuvor schonmal veröffentlichten Schuhs.
ReebokUrsprünglich britischer Sportartikelhersteller, gehört heute zu adidas.
ResellerEnglisch für „Wiederverkäufer“. Person, die ein paar Sneaker zum Verkauf anbietet. Wird meist über Online-Plattformen durchgeführt. Besonders aktuell ist der Begriff „Reseller“ bei limitierten Sneakern, die in Läden ausverkauft sind und anschließend auf Online-Plattformen teilweise zu überteuerten Preisen vercheckt werden.
RestockEin zeitweise ausverkaufter Schuh wird nachgeliefert. Er landet dann . Dieses Phänomen trat oft bei scheinbar limitierten Modellen auf, welche dann so oft restocked wurden, bis dann quasi jeder sein Modell bekommen hat. Zwischen dem ersten Release und dem
Rope LacesEine spezielle Art von Schnürsenkeln, welche zeitweise sehr gefragt waren. Von der Form her ähneln sie grundsätzlich einem handelsüblichen Seil und sind meist mehrfarbig. Die Popularität resultierte wohl primär aus den Ronnie Fieg-Releases, da sie in besonders raren Modellen verwendet werden. Dieser Hype ist mittlerweile stark abgeflacht, da sie in manchem Modellen einfach nur grauenhaft aussehen.
S
S
SampleSchuh, der als Vorform des eigentlichen Releases dient. Es werden noch Veränderungen am Schuh vorgenommen und somit das für den Markt bestimmte Modell herausgearbeitet. Dadurch entstehen teilweise Schuhe, die es nur ein Mal auf dem Markt gibt.
ScammerEnglischer Begriff für "Betrüger". Somit ein Betrüger, der sein Unwesen auf Sneaker-Verkaufsplattformen treibt. Beispielsweise behält er das Geld ein, verschickt gefälschte Schuhe oder eben gar keine.
ShapeDie (Pass-)Form eines Schuhs. Mittlerweile ein vielverwendeter Begriff, da häufig um die Shape-Evolutionen einiger Schuhmodelle diskutiert wird. Die Form des Air Max 1 hat sich beispielsweise im Laufe der Zeit stark geändert, was Fans erster Stunde meist nicht gerade erfreut.
Size RunUnter dem Size Run wird die Größenauflage bei Kleidungsstücken bzw. Schuhen verstanden. Bei Kleidung ist ein Size Run beispielsweise S-XXL, bei Schuhen 39-46 (EU-Größe). Von einem „kompletten Size Run“ spricht man bei einem Release, welcher alle herstellerspezifischen Größen umfasst.
Size Tag"Zettel", der alle Informationen zum Schuh innerhalb vom Schuh trägt (Größe, Artikelnummer und weitere Informationen).
SneakerheadDie Art von Mensch, die nichts als Turnschuhe im Kopf hat. Um diesen Titel wird aber häufig gestritten und gewitzelt. Grund dafür ist, dass gefühlt jeder von sich denkt, das Turnschuhsammeln erfunden zu haben. Wir meiden diesen Begriff also nach Möglichkeit.
SoleDie Sohle eines Schuhs in ihrer Gesamtheit.
StokeKann aus dem englischen frei mit „anheizen“ übersetzt werden. Ein Paar Schuhe bzw. eine ganze Modellreihe „stoked“ einen Konsumenten, wenn er allein beim Anblick (beinahe) ausrastet und am liebsten wahllos jedes Paar kaufen möchte.
SwooshMarkenzeichen/Logo von Nike.
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T
ToeboxDer Teil eines Sneakers, welcher die Zehen umschließt. Meist handelt es sich dabei um ein gesondertes Element.
TongueEnglischer Begriff für Zunge. Dies ist ein Element an einem Sneaker, welches sich unter den Schnürsenkeln befindet. Sie weist teilweise eine Öse auf, in die die Laces zur Fixierung der Zunge eingefädelt werden. Das Element gibt es in unterschiedlichen Varianten. Die normale Tongue entspricht der eben beschriebenen. Weiter zu erwähnen sind die Splitted und die umschließende Tongue. Die Splitted-Variante ist kein gesondertes Element, sondern direkt am Upper des Schuhs angebracht (Beispiel: Asics Gel Lyte III). Die zwei Seiten „treffen“ sich in diesem Fall in der Mitte. Die umschließende Tongue ist komplett Teil des Uppers und stellt folglich kein gesondertes Element dar. Wird meist aus elastischem Material gefertigt, sodass die Flexibilität nicht allzu sehr eingeschränkt wird. Beispiele sind der Asics Gel Lyte V und der Nike Huarache mit der Neopren-Innensocke. Beide dieser unkonventionellen TongueVarianten erweisen sich meist als sehr bequem, da die Tongue im Schuh nicht verrutschen kann.
TradeIn diesem Zusammenhang: englischer Begriff für „Tausch„. Wird überwiegend auf Online-Plattformen für Sneaker-Handel verwendet. Statt einen Preis für einen Sneaker festzusetzen bieten Händler häufig Trades an. Sie wünschen folglich statt einem Preisangebot einen Tausch gegen ein anderes Paar Sneaker. In der Regel ist eine Eingrenzung hinsichtlich der Schuhmodelle angegeben, bei denen der Händler zu einem Trade bereit ist. Der Kunde macht dann ein Angebot und der Anbieter entscheidet, ob er dieses akzeptiert.

Beispiel:
Angebotener Sneaker: Asics x Saint Alfred – Gel Lyte III in US11
Trade-Konditionen: andere Asics/New Balance/Saucony Heat in US11

Oftmals werden auch beide Handels-Optionen (Kaufpreis und Trade-Konditionen) angeboten.
True To SizeKurz „tts“, engl. für „passgenau“. Auf Sneaker-Seiten wird häufig von Abonnenten gefragt, wie ein Schuh von der Größe her gesehen ausfällt. Ist er passgenau, so wird die Frage mit „true to size“ beantwortet. Hat man also normalerweise die Schuhgröße 45, so braucht man eben diese wenn ein Schuh tts ausfällt.
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U
Un-DeadstockingEinen Schuh, welcher zuvor „Deadstock-Condition“ hatte, zum ersten Mal tragen. Die Deadstock-Condition ist somit vorbei, da der Schuh getragen wurde.
UnboxingErstmaliges Öffnen einer Schuhbox/erstmaliges Auspacken der Schuhe. Hat manchmal etwas vom Öffnen einer Schatztruhe. Auf sozialen Netzwerken findet man häufiger mal Videos, die diesen Prozess dokumentieren.
Under ArmourAmerikanischer Sportartikelhersteller, dessen Fokus derzeit noch eher im Sport als auf Freizeitprodukten liegt. UA ist vor allem für die qualitativ hochwertige Funktionswäsche bekannt. In den USA gehört er schon längst zu den ganz großen Marken, in Deutschland kann man sich durch starkes Marketing auch an großem Zuwachs erfreuen. Mittlerweile auch im Fußballgeschäft aktiv und vermehrt auch mit Freizeitprodukten vertreten.
W
W
Wack / WhackEnglischer Begriff für „extrem/verrückt/schlecht“. Frei übersetzt bedeutet „wack“ im Zusammenhang mit Sneakern, dass etwas zu viel des Guten ist. Zur Veranschaulichung dient das Zitat „Fat Laces sind wack“ von Prinz Pornos Song „Sneakerking“. Er meint damit, dass ihm breite Schnürsenkel – freundlich gesagt – einfach überhaupt nicht zusagen.
WMNS / WomensKurzform für „Womens“. Weist darauf hin, dass es sich dabei um einen Frauenschuh handelt. Der Unterschied zu den kleinen Unisex-Größen liegt in der Regel darin, dass die Schuhe auch schmaler/weiblicher geschnitten sind.
WOMFTAbkürzung für „What’s on my feet today“, frei zu deutsch: „Was trage ich heute an den Füßen? / Was ich heute an den Füßen trage“. Wird häufig in Form von Hashtags oder Bildbeschreibungen in sozialen Netzwerken eingesetzt. Dabei wird ein „on feet“-Bild von den Schuhen hochgeladen und mit „WOMFT“ versehen. Sowohl auf privaten Profilen als auch auf facebook-Seiten/Gruppen zu finden.
Y
Y
Y-3 / Yohji YamamotoBekannter, japanischer Modedesigner. Neben seiner eigenen, nach ihm bekannten Modemarke entwickelt er auch Produktreihen für adidas. Oftmals fallen diese durch den Schriftzug "Y-3" auf.
YeezyModellreihen, die von Kanye West (Künstlername "Yeezy") entworfen wurden und mit mittlerweile mehreren Herstellern auf den Markt gebracht werden. Die ersten beiden Yeezys waren Nike-Modelle (Air Yeezy), weitere Modelle entstehen im letzten Jahr und im Moment mit Adidas (Yeezy Boost).

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Wir beantworten deine Fragen gerne und sind über jede Ergänzung dieses kleinen Fremdwörterbuchs dankbar.

Also nur zu!